07. Mai 2019

Berliner Ex-KV-Funktionäre vom Vorwurf der Untreue freigesprochen

Vier ehemalige Berliner KV-Funktionäre sind von der 28. Großen Strafkammer des Landgerichts Berlin vom Vorwurf der Untreue freigesprochen worden. Zwar hätten die Angeklagten durch die Auszahlung von Übergangsgeldern 2011 gegen Ver­mö­gens­betreu­ungs­pflichten verstoßen, sagte der Vorsitzende der Kammer bei der Ur­teils­be­grün­dung (Az.: 528 KLs 42/14). Der KV sei dadurch jedoch zu keinem Zeit­punkt ein Schaden entstanden. Auch ein diesbezüglicher Vorsatz sei bei den Ange­klag­ten nicht fest­zu­stellen gewesen.

Die Staatsanwaltschaft hatte der ehemaligen KV-Berlin-Chefin Angelika Prehn, ihrem Stellvertreter Uwe Kraffel und Vorstandsmitglied Burkhard Bratzke vorge­wor­fen, mithilfe des damaligen Vorsitzenden der Vertreterversammlung, Jochen Treisch, zu Unrecht Übergangsgelder in Höhe von jeweils 183.000 Euro bezogen zu haben. Insgesamt soll der KV Berlin dadurch ein Schaden in Höhe von 549.000 Euro entstanden sein. Das Geld wurde später zurückgezahlt, allerdings erst nach massi­vem Druck der KV-Aufsicht.