DKG beklagt Auswirkungen der Personaluntergrenzen in der Pflege

Nach Auffassung der Deutschen Krankenhausgesellschaft hat die Einführung von Perso­nal­untergrenzen in der Pflege auf Intensivstationen, in der Geriatrie, Kar­dio­lo­gie und Unfallchirurgie die Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte ver­schlech­tert. Eine Folge der Untergrenzen ist, dass Betten gesperrt werden müssen, wenn auf diesen pflegeintensiven Stationen die Mindestbesetzung mit Pflegepersonal unter­schrit­ten wird. Nach Angaben der DKG ist dies seit Inkrafttreten der Regelung auf Inten­siv­sta­tionen in 37 Prozent der Krankenhäuser geschehen. Um dies zu ver­mei­den, würden bei drohendem Personalnotstand auf den betroffenen Stationen Dienst­pläne umgeschrieben, Überstunden angeordnet oder Pflegekräfte aus der Freizeit geru­fen. Das entspreche nicht den Intentionen der Konzertierten Aktion Pflege, so Bernd Metzinger von der DKG. Gemeinsam mit dem Deutschen Pflegerat und verdi arbei­tet die DKG an einem Konzept zur Pflegepersonalbemessung für ein gesamtes Kran­ken­haus. Die Hoffnung ist, damit mehr Flexibilität zu gewinnen.