IMPLICON 02 2019: Die KV-Impfsurveillance des RKI – Licht und Schatten der Impfpraxis in Deutschland

Textauszug:

Vor 15 Jahren hat das Robert Koch-Institut (RKI) damit begonnen, Abrechnungs­da­ten der Kassenärztlichen Vereinigungen für epidemiologische Fragestellungen der Impf­prävention zu nutzen: Es war die Geburtsstunde der KV-Impfsurveillance und der Beginn der systematischen Nutzung von Sekundärdaten für die Planung, Durch­füh­rung und Evaluation von Impfprogrammen in Deutschland. Damit kön­nen, wie RKI-Präsident Professor Lothar Wieler bei einem gemeinsamen Sympo­si­on mit dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) in Berlin sagte, wich­tige für Public Health relevante Aspekte untersucht werden: Impf­quo­ten und deren Differenzierung nach Alter, Geschlecht und regionaler Verteilung, Effekte von Impfungen auf die Epidemiologie einer Erkrankung, die Wirksamkeit und Neben­wir­kun­gen von Impfungen. Die systematische Analyse auf einer breiten Da­ten­grund­lage zeigt den eindeutigen Nutzen des Impfens als eines der wichtigs­ten Prä­ven­tions­instru­mente, vor allem aber auch die noch nicht ausgeschöpften Poten­ziale: Sie sind in Deutschland beachtlich und regional sehr unterschiedlich verteilt.