EBM-Reform kommt zum 1. April – Kritik aus der Vertreterversammlung

Am 1. April tritt eine Reform des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs in Kraft, die auf einem Beschluss des Bewertungsausschusses von 2012 und auf Vorgaben des Ter­min­service- und Versorgungsgesetzes beruht. Danach wird die sprechende Medizin auf­ge­wertet, allerdings sind die Höherbewertungen von Beratungs- und Gesprächs­leis­tungen insgesamt punktsummen- und ausgabenneutral. Dies hatte die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KBV zuvor heftig kritisiert. Eine Umverteilung von Mitteln sei unter Versorgungsgesichtspunkten abzulehnen. Der KBV-Vorstand ist allerdings in Ver­trags­ange­legen­heiten nicht zwingend an Voten der Vertreterversammlung gebun­den. Ein weiteres Monitum der Vertreterversammlung: Der kalkulatorische Arzt­lohn – ausgegangen wird von einem Oberarztgehalt von 145.000 Euro (2016) – sei als Kalku­la­tions­grundlage für das Honorar der niedergelassenen Ärzte nicht erreicht und müsse generell dynamisiert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der frei­beruf­li­chen Ärzte zu erhalten.