Erste Arbeitsergebnisse der Bund-Länder-Kommission „sektorenübergreifende Versorgung“

Die Bundesländer fordern eine engere Zusammenarbeit von Hausärzten und ambu­lanten Pflegediensten. Diese müsse auf der Basis von Fallbesprechungen und Qua­li­täts­zirkeln besser strukturiert werden, um die Versorgung alleinlebender und chro­nisch kranker Menschen zu verbessern, heißt es in einem Fortschrittsbericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur „sektorenübergreifenden Versorgung“. Bun­des­ge­sund­heits­minister Spahn wird darin aufgefordert, noch im ersten Quartal einen Gesetz­entwurf mit Vorgaben für die Kooperation zwischen Vertragsärzten und Pflege­diensten vorzulegen. Ein weiterer Schwerpunkt der Kommissionsarbeit, die einem Auftrag des Koalitionsvertrages folgt, ist die Frage, inwieweit Krankenhäuser an der Sicherstellung der ambulanten Grundversorgung in ländlichen Regionen beteiligt werden können. Nach dem Bericht sollen die Länder Kliniken benennen können, die Versorgungsaufträge für ambulante Behandlungen erhalten sollen. Wei­tere Optionen sind, Krankenhäuser in ein ambulantes oder ambulant-stationäres Gesund­heits­zentrum umzuwidmen.