Neues Honorarsystem für Videosprechstunde

Der Bewertungsausschuss von KBV und GKV-Spitzenverband hat ein neues Hono­rar­system für die Vergütung der Videosprechstunde beschlossen, das am 1. Oktober in Kraft getreten ist. Die 2017 eingeführte Ziffer 01439 (Betreuung eines Patienten im Rahmen einer Videosprechstunde) wurde gestrichen. Stattdessen wird der Patien­ten­kontakt am Bildschirm einmal im Behandlungsfall mit der Versicherten-, Grund- oder Kon­siliar­pauschale vergütet, aber mit Abschlägen von bis zu 30 Prozent je nach Fach­gruppe. Ferner gelten Mengenlimits. Hausärzte erhalten 80 Prozent der Pau­scha­len. Maximal 20 Prozent der Fälle und 20 Prozent der im Quartal abge­rech­ne­ten EBM-Positionen dürfen auf eine Videosprechstunde entfallen. Neu eingeführt wurde eine Position für Videofallkonferenzen zwischen Pflegekräften und Ärzten; sie ist mit 64 Punkten dotiert.