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IMPLICON 03 2013:
"Versorgungslandschaften": Schub für die Integration?

Textauszug:
Mit seinem Konzept der „Versorgungslandschaften“ hat der Deutsche Hausärzteverband ein Vertragsmodell entwickelt, das der seit Jahren dümpelnden Integrierten Versorgung (IV) Auftrieb geben könnte. Inhaltlich fokussieren die „Versorgungslandschaften“ auf bedeutende und kostenintensive Volkskrankheiten, bei denen erhebliche Versorgungsdefizite insbesondere auch aufgrund ungelöster Schnittstellenprobleme zwischen Sektoren oder medizinischen Disziplinen oder zwischen Medizin und Pflege nachgewiesen worden sind: Demenz, schwererheumatische Erkrankungen, Schmerz (insbesondere Rückenschmerz), Diabetes oder in der ärztlichen Versorgung in Pflegeheimen. Ein entscheidender Vorteil der „Versorgungslandschaften“ könnte aber das organisatorische Konzept sein, das, basierend auf etablierten Hausarztverträgen nach Paragraf 73 b eine Integrationsversorgung mit weiteren Partnern nach Paragraf 140a ff. nach einheitlichen Prinzipien aufsetzt. Erstmals wird damit Krankenkassen für ein komplexes Versorgungsmodell eine nach einer einheitlichen Logik aufgebaute Management- und Administrationsstruktur angeboten, die sowohl intersektoral, interdisziplinär und für die Versorgung in der Fläche funktionieren könnte. Die ersten Informationsgespräche mit einzelnen Krankenkassen haben inzwischen stattgefunden.

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