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IMPLICONplus 10 2012:
Einsparpotenziale im Arzneiverordnungs-Report 2012 - Ein neuer Schwabe(n)-Streich? - von Dieter Cassel und Volker Ulrich

Textauszug:
Am 27. September haben das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) und der AOK-Bundesverband (AOK-BV) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz den von Ulrich Schwabe und Dieter Paffrath herausgegebenen Arzneiverordnungs-Report (AVR) 2012 vorgestellt. Auf über 1.000 Seiten werden darin 784 Mio. vertragsärztliche ambulante Arzneiverordnungen und die daraus resultierenden Ausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nach Indikations-, Arzt- und Patientengruppen im Jahr 2011 von maßgeblichen Experten analysiert und kommentiert. Damit erweist sich diese Dokumentation, die seit 1985 jährlich erscheint, einmal mehr als verdienstvoll, um pharmakotherapeutische Trends und ihre finanziellen Auswirkungen für die GKV erkennen zu können. Die Öffentlichkeit ist jedoch primär an den darin ebenfalls zu findenden „Einsparpotenzialen“ bei Arzneimitteln interessiert. Ihre Berechnung und gesundheitspolitische Kommentierung, für die der Heidelberger Pharmakologe und Mitherausgeber des AVR, Ulrich Schwabe, verantwortlich zeichnet, stehen jedoch seit längerem hinsichtlich der Methodik und Ergebnisse unter heftiger Kritik. Deshalb stellt sich die Frage, ob die jüngsten Zahlen plausibler und vor allem pragmatisch belastbarer als bisher sind – oder ob wieder nur ein Schwabe(n)-Streich vorliegt.

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