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IMPLICON 02 2013:
Arzneimittel – vor der Mangelwirtschaft? - Mögliche Ursachen von Lieferengpässen in Deutschland

Textauszug:
Ein in den USA seit Jahren bekanntes Phänomen, Versorgungsengpässe bei Arzneimitteln, scheint nun auch Deutschland erreicht zu haben. Nahezu zeitgleich berichteten im November 2012 deutsche Leitmedien wie „Die Zeit“ und „Der Spiegel“ über Mangel an essenziellen Medikamenten, beispielsweise in der Krebstherapie oder bei Antibiotika. Jetzt scheint das Problem auch bei der Bundesregierung, die noch vor kurzem Engpässe geleugnet hatte, angekommen zu sein. Mehrmals haben Krisentreffen im Bundesgesundheitsministerium stattgefunden. Doch das zur Verfügung stehende Arsenal des Arzneimittelrechts – etwa Transparenzlisten oder Bevorratungspflichten – ist entweder unwirksam oder kontraproduktiv. Die eigentlichen Ursachen des Mangels sind teils technischer, teils ökonomischer Natur: Vor allem der staatlich induzierte Preisverfall bei patentfreien Arzneimitteln hat eine nicht mehr überschaubare internationale Arbeitsteilung und Monopolisierung bewirkt, die immer wieder zu zeitweiligen Lieferausfällen geführt haben.

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