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IMPLICONplus 10 2011:
AMNOG: Deutschland an der Pharmawende - von Dieter Cassel

Textauszug:
Im Schatten der medialen Dauerthemen Energiewende und Eurorettung wird eine weitere politische Weichenstellung in Deutschland öffentlich kaum wahrgenommen: die mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgestz (AMNOG) seit Anfang dieses Jahres eingeleitete Wende in der Versorgung der Bevölkerung mit innovativen Arzneimitteln. Sicherlich sind die Desaster von Fukushima und Athen existenzielle Bedrohungen globalen Ausmaßes und in ihren Auswirkungen nur schwerlich mit der „Pharmawende“ in Deutschland vergleichbar. Aber existenziell bedrohlich ist auch, wenn Patienten mit bislang unheilbaren, vielfach letalen oder die Lebensqualität gravierend einschränkenden Krankheiten nicht mehr auf Rettung durch neuartige und wirksame Pharmakotherapien hoffen können, weil Arzneimittel-Innovationen gar nicht mehr oder nur noch verspätet oder eingeschränkt verfügbar sind. Genau dies sind jedoch die potentiellen Risiken und Nebenwirkungen des AMNOG. Worin sie im Einzelnen bestehen, durch welche Mechanismen sie virulent werden und wie sie sich begrenzen ließen, soll nachfolgend aufgezeigt werden.

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