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IMPLICONplus 01 2010:
Individualisierte Medizin - Paradigmenwechsel in der Pharma Forschung? von Manfred Albring

Textauszug:
Die Medizin verändert sich seit der Kartierung des menschlichen Genoms mit wachsendem Tempo. Die neuen molekularbiologischen Methoden und Erkenntnisse erlauben einen tieferen Blick auf die molekularen Ursachen von Krankheiten. Auf diese Weise wird es möglich, immer mehr auf die Unterschiede zwischen Patienten einzugehen – der Weg in eine individualisierte Medizin ist damit bereits eingeschlagen. Es wird immer deutlicher: Krankheit ist nicht gleich Krankheit, und eine gute Therapie muss nicht in jedem Fall wirksam sein. Das zentrale Dogma der Medizin «Eine Krankheit – eine Therapie» ist damit zur Disposition gestellt. Die Wahl der richtigen Therapie wird in Zukunft nicht mehr nur von der diagnostizierten Krankheit abhängen, sondern auch vom individuellen Umgang des Körpers mit einzelnen Wirkstoffen. Damit werden auch die Ansprüche an die sich verändernde Medizin und auch die Arzneimittelforschung beträchtlich wachsen. Für die pharmazeutische Industrie bedeuten diese Entwicklungen ein erhebliches Umdenken: Der Markt für Gesundheitsversorgung wird neu geordnet. Hier ist der Umbruch schon in vollem Gange. Neue Strategien, Allianzen und ein neuer Wettbewerb zeichnen sich ab.

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