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IMPLICONplus 04 2006:
Der IGES-Arzneimittel-Atlas: Für einen realistischen Blick auf den Arzneimittel-Markt - von Prof. Dr. Bertram Häussler und Dr. Ariane Höer

Textauszug:
Wenn man in Deutschland die Gruppe der gesundheitspolitisch Interessierten danach befragen würde, was das Charakteristische des deutschen Arzneimittel-Marktes sei, würde man wahrscheinlich drei Fraktionen erkennen: Eine größere Fraktion – im Wesentlichen bestehend aus Vertretern der Gesundheitspolitik, den Krankenkassen, einigen Ärzteorganisationen und erheblichen Teilen der Gesundheitswissenschaftler – bilden vermutlich diejenigen, die sich sicher sind, dass jedes Jahr von den Krankenkassen in Folge von Verschwendung zusätzliche Milliarden aufzubringen sind. Die Vertreter dieser Fraktion werden vermutlich darauf hinweisen, dass „die Industrie“ ständig überhöhte Preise für Produkte realisiert, die nur scheinbar neu seien, aber in Wirklichkeit keinen zusätzlichen Nutzen gegenüber den bewährten alten Präparaten hätten. Eine kleinere Fraktion – vermutlich hauptsächlich aus Vertretern der pharmazeutischen Industrie bestehend – wird darauf hinweisen, dass die Restriktionen dieses Marktes mittlerweile so stark sind, dass es zu einer zunehmenden Unterversorgung mit neuen Produkten kommt. Die dritte Fraktion – wahrscheinlich die größte – besteht aus denjenigen, die von den widersprüchlichen Botschaften verwirrt sind...

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