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IMPLICONplus 07 2014:
Die Biosimilars der Biologicals – Ein überschätztes Rationalisierungspotenzial? von Gerd Glaeske

Textauszug:
In den letzten Jahren wurden vermehrt Biopharmazeutika (Biologicals) in den Markt eingeführt, die vor allem bei Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Psoriasis, Multiple Sklerose oder Chronischen Darmentzündungen, aber auch zur Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt werden. Unter den nach Industrieumsatz führenden 20 Arzneimitteln befanden sich im Jahre 2013 insgesamt sieben Biologicals. Allein auf diese sieben Produkte entfiel ein Industrieumsatz von rund zwei Mrd. Euro – die Ausgaben alleine für die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) dürfte diesen Betrag deutlich übersteigen. Daher ist es nur verständlich, dass die GKV nach Möglichkeiten sucht, die Ausgaben in diesem Bereich der sogenannten Spezialpräparate zu senken. Bei patentfrei gewordenen oder demnächst patentfrei werdenden Biologicals bietet sich daher die Förderung des Biosimilar-Konzeptes im Rahmen einer verbindlichen Quotierung der Verordnungen solcher Mittel an, die als Nachfolgeprodukte 20-30 Prozent günstiger als die Erstanbieterprodukte angeboten werden. Allerdings zeigen die bisherigen Erfahrungen eine sehr unterschiedliche Akzeptanz der Biosimilars bei den verordnenden Ärztinnen und Ärzten – die Nutzung dieses erhofften Rationalisierungspotenzials ist offenbar kein „Selbstgänger“!

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