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IMPLICON 01 2016:
Beskes letzter Kassandraruf – Gesundheitsversorgung in einer alternden Gesellschaft

Textauszug:
Gestützt auf die jüngste Bevölkerungsvorausberechnung bis zum Jahr 2060 hat der Kieler Gesundheitswissenschaftler Professor Fritz Beske seine nach eigenem Bekunden wohl letzte Analyse der Konsequenzen für die Gesundheitsversorgung in Deutschland geschrieben und darin bemer­kens­werte Vorschläge unterbreitet. Beske betont dabei den Primat der Politik vor einer interessengeleiteten Selbstverwaltung, fordert die Ent­mach­tung des Bundesausschusses zugunsten einer Wiederbelebung des Bun­des­ge­sund­heits­amtes, das vor allem qualitative Maßstäbe setzen soll. Er plädiert in dem Buch „Perspektiven des Gesundheitswesens“ für die Abschaffung der freien Arztwahl zugunsten eines strikten Hausarztsystems und verlangt Ehr­lich­keit von der Politik: Es sei unrealistisch, eine wohnortnahe Versorgung für alle Zukunft zu versprechen. Den Engpass sieht Beske nicht primär in der wachsenden finanziellen Beanspruchung der Kranken- und Pflegeversicherung, sondern vielmehr in den begrenzten personellen Ressourcen, bei Ärzten und noch mehr bei Pflegekräften.

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