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IMPLICONplus 03 2017:
Versorgungsforschung – Meinen wir alle dasselbe? – von Norbert Schmacke

Textauszug:
Versorgungsforschung ist vor allem durch den Innovationsfonds im Aufwind. Es ist erkennbar, dass die in diese Forschungsrichtung gesetzten Erwartungen überhöht sind. Aus wissenschaftlicher Sicht ist vor allem bedenklich, dass immer wieder die Forderung nach neuen Methoden erhoben wird, die angeblich für Studien „unter Alltagsbedingungen“ erforderlich seien. Der neueste Trend ist das Proklamieren von „Big Data“ unter Einschluss von Patientenregistern, ohne dass erklärbar ist, welche Forschungsziele durch Verknüpfung noch so großer Datenbestände leichter erreichbar sind als heute. Es ist demgegenüber über­fällig, tatsächlich bestehende Schwächen der klinischen Forschung zu behe­ben und gleichzeitig in einem systematischen (d.h. auch finanzierten) Such­prozess für mehr Klarheit zu sorgen, welche Ziele auf der Systemebene mit gutem Grund und unter Nutzung vorhandener Forschungsdesigns ins Auge genom­men werden sollten.

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