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IMPLICON 04 2011:
Röslers lange Reformliste gegen Ärztemangel

Textauszug:
Steigende Morbidität in einer alternden Gesellschaft, erhebliche regionale Ungleichgewichte in der Versorgungsdichte und mangelnde Bereitschaft von Ärzten, sich in strukturschwachen Regionen niederzulassen – diesen Herausforderungen will die Koalition mit einem Versorgungsgesetz begegnen, für das nun Eckpunkte vorliegen. Das Instrumentarium ist breit gefächert und reicht von einer Reform der Bedarfsplanung über höhere Ausbildungskapazitäten bis hin zu einer erneuten Honorarreform. Erkennbarer Trend: eine starke Verlagerung von Kompetenzen in die Region und zugunsten der Länder-KVen. Trotz Machtverluste ist die KBV zufrieden. Streit steht allerdings mit den Bundesländern ins Haus, die stärkere Mitbestimmungsrechte für die ambulante ärztliche Versorgung fordern. Noch völlig offen ist, wie sich die Koalition eine Vergütungsreform für die Ärzte vorstellt und was am Ende die Verhinderung eines Ärztemangels kosten wird. Ebenso drückt sich die Koalition vor der ordnungspolitisch wichtigen Frage, in welchem Verhältnis künftig Kollektiv- und Selektivverträge zueinander stehen sollen.

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