<< zurück zur Übersicht


IMPLICON 07 2018:
Neue Ordnung für die Notfallversorgung – Gesundheits-Sachverständigenrat legt Gutachten vor

Textauszug:
Basierend auf einer Analyse der Fehlsteuerung in der deutschen Not­fall­ver­sor­gung hat der Sachverständigenrat für das Gesundheitswesen Emp­feh­lun­gen für ein Reformkonzept entwickelt und in seinem am 2. Juli dem Bundes­gesund­heits­mi­nis­terium übergebenen Gutachten veröffentlicht. Vorgeschlagen wird eine Inte­gra­tion des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der KVen, der Notfallambulanzen der Kran­ken­häuser und der Rettungsdienste in Verbindung mit einer neuen sektor­über­grei­fenden Bedarfsplanung und einer neuen, aus den Budgets der Ärzte und der Kran­ken­häuser herausgelösten eigenen Vergütung. Institutionell neu sind die Inte­grierte Leit­stelle (ILS) als telefonischer Ansprechpartner von Notfallpatienten mit einer Triage­funktion und als zweites das am Standort eines geeigneten Kran­ken­hauses eingerichtete Integrierte Notfallzentrum (INZ), in dem der Patient je nach Dring­lich­keit einen Behandlungstermin erhält. Vom Krankenhaus unabhängige Ärzte im INZ behandeln den Notfallpatienten und entscheidend über die Weiterversorgung – ambu­lant oder stationär. Aufgrund der Triage in der ILS und der Unabhängigkeit der Ärzte im INZ soll eine ressourcensparende Patientensteuerung mit besseren Behand­lungs­ergeb­nissen gelingen.

Dieses PDF steht registrierten Abonnenten zum Download zur Verfügung.