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IMPLICON 10 2018:
Sepsis – ein deutscher Skandal – 15.000 bis 20.000 vermeidbare Todesfälle durch Ignoranz

Textauszug:
18,6 Millionen Menschen werden jährlich in deutschen Krankenhäusern behandelt, darunter 4,1 Millionen mit einer Infektion und mehr als 320.000 Patienten mit einer Sepsis – bei einer hohen Dunkelziffer der Sepsis-Inzidenz. Deutschland, das sich immer wieder rühmt, eines der besten Gesundheitssysteme zu haben, nimmt damit einen unrühmlichen Platz unter den Industrienationen ein, nicht zuletzt deshalb, weil die Mortalitätsrate als Folge von Sepsis bei 44 Prozent liegt – in Groß­bri­tan­nien bei 32, in den USA bei 29 und in Australien bei nur 18,5 Prozent. Die Ursachen für diese gravierenden Qualitätsmängel sind vielfältig: unspezifische, schwer inter­pre­tier­bare Symptome, Unkenntnis in der Bevölkerung, vor allem aber auch bei Ärzten (Hausärzten), fulminanter Krankheitsverlauf, zu späte und zu unspe­zifi­sche Diagnostik aufgrund gravierender Unzulänglichkeiten in der Kran­ken­haus­orga­nisation. Hinzu kommt die traditionell laxe Handhabung von Impfungen – einschließlich erheblicher Verstöße gegen medizinische Leitlinien. Eines der Hauptprobleme: Prinzipiell vorhandenes medizinisches Wissen wird nicht konsequent angewandt.

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