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IMPLICON 12 2018:
Der Weg zum Einheitshonorar – Ein Koalitionsplan mit vielen Stolpersteinen

Textauszug:
Eine 13-köpfige Professoren-Kommission, bestehend aus Ärzten, Juristen und Ge­sund­heits­öko­no­men, arbeitet seit Ende August einen Koalitionsauftrag ab, ein Kon­zept für eine einheitliche Honorierung für die ambulante ärztliche Vergütung zu finden. Auf dem Weg dahin, das zeichnet sich ab, müsste der Gesetzgeber nicht nur eine Reihe technisch-ökonomischer Probleme klären, etwa die Art der Ver­gü­tung an sich und welche (Fehl-)Anreize sie auslösen können, sondern auch solche grund­sätz­licher und ordnungspolitischer Natur: Regelung in einer staat­li­chen Rechts­ver­ord­nung wie bei der GOÄ oder eine Vertrags­gebühren­ordnung wie der Ein­heit­liche Bewer­tungs­maßstab in der vertragsärztlichen Versorgung, Einsatz von Steue­rungs­ele­men­ten wie die Budgetierung in der GKV oder reine Einzel­leis­tungs­vergütung, Sach­leis­tung oder Kostenerstattung und schließlich auch der Umgang mit In­no­vatio­nen. Zu entscheiden wäre, ob Selektivverträge mit eigener Vergütungslogik Be­stand haben oder in der Einheits-Gebührenordnung untergehen sollen. Und am Ende steht auch die Frage: Was tun mit Leistungen, die nicht Bestandteil des Ver­si­che­rungs­sys­tems sind, etwa IGeL in der GKV oder rein privatmedizinische Leistungen wie ästhe­ti­sche Operationen, die keinen medizinischen Hintergrund haben.

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