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IMPLICON 04 2009:
Die Überregulierung erdrosselt sich - Die Arzneimittelversorgung braucht eine neue Marktordnung

Textauszug:
Mehr als zwei Jahre nach Inkrafttreten des Wettbewerbsstärkungsgesetzes (WSG) und der mit ihm eingeführten Kosten-Nutzen-Bewertung für Arzneimittel arbeitet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit immer noch an einer Methode für Deutschland. IQWiG-Chef Professor Peter Sawicki ist selbst nicht mehr davon überzeugt, dass das Instrument der Arzneimittelevaluation einen großen Durchbruch für die Allokation geeigneter Arzneimitteltherapien bringen wird. Die Methode, die das IQWiG selbst entwickelt hat, geht einen nationalen Sonderweg und ist in Fachkreisen höchst umstritten. Ungeachtet dessen könnte der Gesetzgeber angesichts der Überregulierung in der Arzneimittelversorgung eine neue Marktordnung implementieren, überflüssige und kontraproduktive Instrumente beseitigen und Kassen sowie Herstellern mehr Freiheiten geben, in Verträgen die Ausgaben zu steuern. Wissenschaftler-Vorschläge liegen hierzu vor. Die zentrale Kosten-Nutzen-Bewertung könnte dabei entfallen.

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