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IMPLICON 10 2009:
Mezzanine Versicherungsmärkte - Eine Option zur Finanzierung von Innovationen

Textauszug:
Basierend auf dem gegenwärtig geltenden Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung will die konservativ-liberale Koalition den einzelnen Krankenkassen mehr Spielraum für Leistungs- und Beitragsgestaltung geben als bisher. Mit diesem Ziel, das unterschiedlichen Versichertenbedürfnissen und -präferenzen gerecht werden soll, korrespondiert ein jüngst von Ökonomen und Medizinrechtlern ins Gespräch gebrachter Vorschlag: die Schaffung eines Mezzanine-Marktes in der gesetzlichen Krankenversicherung. Primär gehen die Autoren – der Arztrechtler Professor Christian Dierks sowie die Ökonomen Professor Stefan Felder und Jürgen Wasem – dabei von den Auswirkungen künftiger Kosten-Nutzen-Bewertungen bei Arzneimitteln aus – das Modell ist allerdings auch tauglich für andere Konstellationen, die innovative Therapien vor allem in der ambulanten Versorgung verhindern. Versicherte, die bereit und fähig sind, Zusatzversicherungen abzuschließen, könnten damit den Erlaubnisvorbehalt des Gemeinsamen Bundesausschusses bei ambulanten Therapien ebenso wie die Restriktionen des Bewertungsausschusses von Ärzten und Krankenkassen quasi überspringen.

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