<< zurück zur Übersicht


IMPLICONplus 02 2013:
Die Einführung der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) nach Paragraph 116 b SGB V - Verbinden, was längst zusammen gehört - von Dr. Axel Munte

Textauszug:
Innovationen in Diagnostik und Therapie haben die medizinische Landschaft in den letzten Jahren maßgeblich verändert: ehemals stationäre Leistungen finden ambulant statt, ärztliche Spezialisten sind mehr gefragt als je zuvor, und die Zahl der anerkannten Spezialisierungen bei Fachärzten hat dreißig überschritten. Dieser Fortschritt macht ständige Anpassungen am Gesundheitssystem nötig, um diesen sinnvoll in die Versorgung zu integrieren und seine finanziellen Auswirkungen zu steuern. So hat der Gesetzgeber auf die Leistungsverlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich reagiert und Krankenhäusern sukzessive ermöglicht, definierte Leistungen ambulant zu erbringen. Dazu zählen ambulante Operationen (nach Paragraph 115b SGB V) und seit 2004 mit dem Paragraph 116b alter Fassung im SGB V auch die ambulante Behandlung von Erkrankungen mit besonderen Krankheitsverläufen, von seltenen Erkrankungen und das Angebot hochspezialisierter Leistungen. Damit entstand in diesem Versorgungsbereich ein Wettbewerb zwischen niedergelassenen Ärzten und ambulant tätigen Krankenhäusern, der unausgewogen war. Die Neufassung des Paragraph 116b SGB V durch das Versorgungsstrukturgesetz vom 1. Januar 2012 soll mit Einführung der „Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung“ (ASV) eine Kooperation der ambulanten Spezialisten mit zugelassenen Krankenhäusern für die ambulante Diagnostik und Therapie Schwerstkranker fördern.

Dieses PDF steht registrierten Abonnenten zum Download zur Verfügung.