Sozialausgaben steigen auf 996 Milliarden Euro

Die Summe der Soziallleistungen in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 3,2 Pro­zent auf 996 Milliarden Euro gestiegen, der Anteil am Bruttoinlandsprodukt ist damit erst­mals seit 2014 leicht auf 29,4 Prozent gesunken. Die Hauptlast haben die Arbeit­geber mit 366 Milliarden Euro getragen, gefolgt von staatlichen Zuschüssen in Höhe von 350 Milliarden Euro und den Sozialbeträgen der Versi­cher­ten von 248 Mil­liar­den Euro. Während als Folge des Aufschwungs die Arbeits­losen­ver­si­che­rung sin­kende Aus­ga­ben verzeichnet, steigen die Leistungen aller anderen Sozial­ver­si­che­rungs­zweige überproportional zur Wirtschaftsleistung: Krankheit und Inva­lidi­tät schla­gen mit 418 Milliarden Euro zu Buche, die Ausgaben für Rentner und Hinter­blie­bene mit 368 Mil­liar­den Euro. Sozialleistungen für Familien summieren sich auf 111 Mil­liar­den Euro. Auf­grund der Beschlüsse zur Rentenversicherung und auf­grund der Leis­tungs­er­wei­te­rung in der Kranken- und Pflegeversicherung wird in den nächsten Jahren mit einer zusätz­li­chen Belastung im zweistelligen Milliar­den­be­reich gerechnet.